"Alle wollen Malerei begreifen. Warum versucht keiner, das Vogelgesang zu begreifen? Warum liebt man die Nacht, eine Blume, alles, was einen Menschen umgibt, ohne dass man dies zu verstehen versucht?" Pablo Picasso | |
RezensionenDie erste Reaktion bei der Beschauung der Arbeiten von Iwo Birkenmajer ist Verwunderung. Verwunderung wegen einer absoluten Igentümlichkeit seiner Welt gegenüber den Trends in der gegenwärtigen Kunst. Iwo macht sich nichts aus Moden und Strömungen, er schreitet hartnäckig seinen eigenen Weg. Seine Lieblingsthemen sind Landschaften und Bilder mit Menschengestalten. In der letyen Zeit auch Stilleben. Sie erinnem an die Traditionen der Renaissacemalerei, mit deutlichem Verweis auf Botticelli, Dürrer oder Breughel, haben ihr spezifisches Gewicht, sind sehr persönlich, zeugen von der Erudition des Künstlers sowie seiner Kreativität. Bei der jahrelangen Beobachtung seiner Bilder, voll von dem in der gegenwärtigen Zeit ungewöhnlichen Kolorit, mit Vergoldungen wie ein Kontrapunkt (dies sind bestimmt Reminiszenzen an die Arbeit der Denkmalspflege), spielen wir gern das Nuancenspiel. Iwo meint jedoch, die Kunst solle nicht nur von den Eingeweihten genossen werden. Als Beweis erzählt er eine Geschichte von seinem siebenjährigen Neffen £ukasz, der, indem er eins seiner Bilder lange beobachtete, sagte: - Weisst du was, Onkel, ich verstehe das nicht, aber es gefällt mir. Iwo meint, diese wäre eine schöne Aussage. - Die Malerei soll nicht unbedingt verstanden sondern gefühlt werden-so sagt er. Jerzy Feiner, verwurzelt seit Jahren in künstlerischen Kreisen Kaliforniens,
sagte, als er vor einiger Zeit in der Krakauer
Galerie Temporary Contemporary, eine Ausstellung der Arbeiten von Iwo eröffnete:
"Wie sieht Iwo Birkenmajer in Los
Angeles aus? Er sieht nicht schlecht aus." Es kann dazu noch hinzugefügt werden,
dass Iwo und Mira nicht nur nicht schlecht aussehen. Sie sehen ganz gut aus.
Auch hier, in Krakau. Maria Ziemianin | |